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Golfball
ist nicht gleich Golfball … 
Wie
in vielen anderen Sportarten kümmern
sich auch im Golfball-Bereich mittlerweile
zahlreiche Entwickler um ständige technische
Verbesserungen mit dem Ziel, den Golfball
noch aerodynamischer und noch haltbar zu
machen. Experimentiert wird mit
unterschiedlichen Kernzusammensetzungen,
mit diversen Schichtmaterialien und mit
ausgeklügelten runden oder kantigen
Dimple-Anordnungen.
Eines
hat jeder Golfball seit dem Jahre 1921 (Beschluss
der Royal & Ancient und der USGA) aber
gemeinsam – er hat kleine Vertiefungen,
die so genannten Dimples,
den gleichen Durchmesser
(42,67mm) und ein maximales
Gewicht von 45,93 Gramm.
Generell
lassen sich ein Golfball in zwei Kategorien
einteilen: ein so genannter Distance
Golfball, der meist eine härtere
Schale besitzt und bei dem die Weite und
nicht der Spin im Vordergrund steht und
der Performance Golfball, der eher
von Low Handicappern verwendet wird, die
den Ball eh weit schlagen können und
deshalb mehr Wert auf Spin (vor allem rund
um das Grün) und guten Touch beim Putten
legen.
Neben
einigen anderen Faktoren beeinflusst die
Anordnung, Größe und Tiefe
der Dimples die Höhe und Länge
der Flugbahn. So fliegt ein Golfball mit
großen Dimples und geringerer Tiefe
(hier kann die abfließende Umgebungsluft
schnell passieren) meist höher mit
entsprechender Carry-Distanz, rollt aber
kürzer aus. Gute Golfspieler, die einen
Golfball weit schlagen können, bevorzugen
diese Präzision bei der Ball-Landung.
Golfspieler, die aufgrund einer geringen
Schlägerkopfgeschwindigkeit auf einen
langen Rollweg angewiesen sind (meist Mid-
und High-Handicapper), sollten eher einen
Golfball mit einer härteren Schale
und vielen kleineren und tieferen Dimples
verwenden, um so die Flugkurve flacher (die
abfließende Umgebungsluft fängt
sich hier besser ) zu halten und so die
Schlagweite und den Rollweg zu erhöhen.
Auch bei Wind empfehlen sich eher ein Golfball
mit kleineren, tieferen Dimples, da die
Flugkurve des Balles niedriger ist, und
sich der Golfball so besser kontrollieren
lässt.
Im
Inneren eines Golfballs
befindet sich entweder ein Hartgummikern
oder zunehmend auch ein so genannter Mehrschichtkern
u.a. aus Flüssigmetall. Dieser Kern
wird dann entweder von einer harten Kunststoffschale
(so genannter 2-piece-Golfball) oder
von einer dünnen Mantelschicht und
einer Kunststoffschale, die als Außenhaut
dient, umgeben (so genannte 3-piece-Golfball).
Welche
Art von Golfball Sie verwenden ist zum einen
von Ihrem persönlichen Gefühl
und Ihrem Spielvermögen, aber auch
von den Außentemperaturen abhängig.

Ein
2-Piece-Golfball
ist härter und rutscht beim Kontakt
Schlägerblatt – Ball etwas auf
der Schlägerfläche hinauf, was
zur Folge hat, das sich der Golfball im
Treffmoment weniger verformt und einen höheren
Abflugwinkel erreicht. Die Flugkurve wird
flacher, der Ausrollweg höher und die
Seitenabweichung (Sidespin) geringer, was
den Hook und den Slice reduziert.
Der
3-Piece-Golfball
wird im Treffmoment mehr verformt, rutscht
dadurch nur wenig auf dem Schlägerblatt
und erzeugt durch die geringere Kompression
einen niedrigeren Abflugwinkel und eine
höhere Rotation – also mehr
Spin. Es entsteht mehr Auftrieb und
damit eine höhere Flugbahn –
allerdings erhöht sich auch die Seitenrotation.
Darüber
hinaus gibt es noch den 4-Piece-Golfball,
der 2 Kerne besitzt, und zur neuen Generation
dem so genannten Multi-Layer Golfball
gehört. Der
gewickelte Golfball verfügen über
einen festen oder flüssigen Kern. Die
äußere Schicht wird in mehreren
Schichten um den Kern gewickelt. Die hervorragenden
Spin-Werte dieses Golfballs gehen allerdings
zu Lasten der Distanz. Aus diesem Grund
ist dieser Golfball eher für Low-Handicapper
und Profis geeignet, die sowieso in der
Lage sind, einen Golfball weit zu schlagen.
FAZIT:
Der Qualitätsstandard
eines Golfballs, den es
in allen Variationen und Preisklassen und
für nahezu jede spielerische Situation
gibt, ist heute generell sehr hoch. Jeder
Golfspieler muss letztendlich selbst entscheiden,
ob ihm Weite oder Spin wichtiger sind
und ob ihm das Schlaggefühl im Treffmoment
Schlägerkopf – Ball angenehm
und sympathisch ist. Je nach Priorität
wird jeder Golfspieler irgendwann seinen
„perfekten Golfball“ finden.
Ein Tipp noch zur Lagerung: Golfbälle sollten Sie im Idealfall an einem trockenen, kühlen Ort lagern – Temperaturen über 65 Grad (im Inneren des Autos im Sommer) können den Golfball verformen und seine Spieleigenschaften ganz erheblich beeinflussen.
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